Mülheim Scouts

Ort & Zeitraum

Mülheim,

Schuljahr 2018/2019

Ausgangslage, Ziele und Zielgruppe des Projekts

Hemmschwellen zur Schule ab- und Vertrauen in die Strukturen und Personen aufbauen, Kontakte zu anderen Familien verbessern, Unkenntnis über außerschulische Angebote bei Eltern und SuS begegnen und entsprechende Brücken in den Sozialraum bauen

 

Neu zugewanderte Familien haben viele Herausforderungen zu bewältigen, die sie oftmals noch davon abhalten, Kontakte zu anderen Familien zu knüpfen, den eigenen Sozialraum zu erkunden und mit den Kindern aktiv wahrzunehmen. Schule ist aufgrund der eigenen Sozialisationsbedingungen häufig ausschließlich Ort der Bildung für die Kinder. Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus ist vielen neu zugewanderten Familien fremd. Auch kennen sie Schule nicht als Ort der Begegnung. Diese beiden Themenfelder waren Ausgangslage des Projektes.

 

Die Realschule an der Mellinghofer Straße und die benachbarte Astrid-Lindgren-Schule gründeten eine AG, die Angebote entwickelt und durchführt, um neuzugewanderten Familien die Integration zu erleichtern. Des Weiteren sollten sie angeregt werden, auch selbständig Freizeitaktivitäten zu unternehmen.

Beschreibung/Inhalt

„Was ist Dein Mülheim?“, „Welche Plätze muss man kennen, wenn man neu nach Mülheim kommt?“, „Wie kann man in Mülheim die Freizeit mit Kindern gut verbringen?“ Mit diesen Fragen setzten sich SuS der Realschule auseinander und konzipierten mit Begleitung der Schul-Sozialarbeiter mehrere Ausflüge. Dabei hatten sie ebenso den Ort, Eintrittsgelder und Öffnungszeiten im Blick wie auch die Fahrt dorthin mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Im nächsten Schritt wurden Familien zu diesen Ausflügen eingeladen, die noch nicht lange in Deutschland leben und deren Kinder die Grundschule besuchen. Diese Gruppe unternahm die geplanten Aktionen, wie z.B. eine Stadtrallye, Museumsbesuche in der Umgebung, einen Kinobesuch und ein Ausflug in eine nahegelegene Kletterhalle. Ein weiteres besonderes Erlebnis innerhalb der Gruppe war ein gemeinsamer Trommel-Workshop.

Dabei entstanden Kontakte, die Familien lernten die Möglichkeiten ihrer neuen Heimatstadt kennen, beschäftigten sich aktiv mit ihren Kindern und gewannen ein neues Zutrauen in die Institution Schule. Die RealschülerInnen erfuhren einen erheblichen Zugewinn an planerischer Kompetenz, vor allem aber konnten sie ihre eigenen sozialen Fähigkeiten im Umgang mit den Familien, insbesondere mit den Kindern, unter Beweis stellen. Ihr ehrenamtliches Engagement wurde zum Ende des Projektes mit einem Zeugnis belohnt. 

Zugleich wurde auf diese Weise die Kooperation zwischen der Grund- und Realschule gestärkt.

Träger & Kooperationspartner

Realschule an der Mellinghofer Straße und Astrid-Lindgren-Schule Mülheim an der Ruhr

Tipps & Tricks

Es ist wichtig, die Familien mehrfach einzuladen – sowohl schriftlich als auch immer wieder mündlich. Eine WhatsApp-Gruppe unter den Familien (ohne Beteiligung der RealschülerInnen und des Teams) kann angeregt werden.

Sie haben auch ein Mikroprojekt oder eine Aktivität im Rahmen des Projektes „Eltern und Schulen“ durchgeführt?

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